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Steinfurter Straße 100, 48149 Münster | Tel.: 0251 - 200 71 00

Operationen

Operationen

Ambulante Operationen führen wir in örtlicher Betäubung in unseren Praxisräumlichkeiten durch. Ein Ruheraum für die Vor- und Nachbereitung ermöglicht eine optimale perioperative Betreuung.

Bei ambulanten Eingriffen in Vollnarkose kooperieren wir mit dem nahegelegenen „Zentrum für ambulante Operationen“ im Dorpatweg 7 (fußläufig ca. fünf Minuten entfernt). Dort haben wir perfekte Bedingungen, um Ihren kurzen Aufenthalt und das Aufwachen aus der Narkose so schonend wie möglich zu gestalten.

Stationäre Operationen werden in Rückenmarksnarkose oder Vollnarkose durchgeführt. In der Regel führen wir diese Eingriffe in der SanoVital-Klinik durch (Steinfurter Straße 56, 48149 Münster).

Parkmöglichkeiten gibt es im hauseigenen Parkhaus:
Vom York-Ring kommend, ist die Einfahrt auf rechter Seite vor der Kreuzung.

Operationsspektrum (ambulant und stationär)

  • Beschneidung aus medizinischen und rituellen Gründen

  • Sterilisation (Spezialisierung: „no scalpel“-Vasektomie)

  • Operation des Wasserbruchs (Hydrozele)

  • Operation von Spermatozelen
    (Aussackungen von Flüssigkeitsblasen am Nebenhoden)

  • Operation von Krampfadern am Hoden (Varikozele)

  • Nebenhodenentfernung (Epididymektomie)

  • Hodenentfernung
    (z. B. wegen eines Hodentumors oder häufiger Entzündungen)

  • DJ-Schienen-Einlage und -Entfernung
    (z. B. bei Nieren- oder Harnleitersteine)

  • Einlage eines Katheters durch die Bauchdecke
    (z. B. bei einer Blasenentleerungsstörung)

  • Ausschälung der Prostata durch die Harnröhre (TUR-P)
    bei gutartiger Prostatavergrößerung

  • Entfernung von Harnblasentumoren durch die Harnröhre (TUR-B)

  • Entfernung von Harnblasensteinen durch die Harnröhre

  • Inzision des Harnblasenhalses durch die Harnröhre
    (z. B. bei Engen durch OP oder Bestrahlung)

  • Harnröhrenschlitzung bei narbigen Engen

  • Leistenhodenoperationen bei Kindern
    (z. B. Gleithoden vs. Pendelhoden)

  • Entnahme von Hodengewebe
    zur Gewinnung von Samenfäden vor geplanter künstlicher Befruchtung

 

     Weitere Infos zum Thema gibt es hier:

      www.muenster-beschneidung.de
      www.beschneidung-experten.de

No Scalpel Vasektomie

Die Vasektomie (Unterbindung des Samenleiter) ist eine nebenwirkungsarme und verlässliche Methode der permanenten Empfängnisverhütung.

Die Voraussetzungen für die Sterilisation des Mannes sind gegeben, wenn kein weiterer Kinderwunsch besteht. Die Kosten werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen.

Vor der Vasektomie sind eine genaue Untersuchung und ein Gespräch mit schriftlicher Aufklärung notwendig.

Die Vasektomie wird in unserer Praxis u.a. nach der „no scalpel“  Methode in lokaler Schmerzausschaltung durchgeführt. Die „no scalpel“ (ohne Messer) -Methode ist ein sehr schonendes und ein nebenwirkungsarmes Verfahren zur Sterilisation des Mannes. Die Methode stellt die modernste Art der Samenleiterdurchtrennung dar und wird in der Regel in lokaler Betäubung durchgeführt.

Unmittelbar nach dem Eingriff ist der Mann für eine gewisse Zeit noch fruchtbar. Um die Unfruchtbarkeit zu dokumentieren, wird in der 6. und 12. Woche nach der Vasektomie eine Untersuchung des Ejakulats durchgeführt. Diese Ejakulatproben müssen frei von Samenzellen sein, erst dann kann die endgültige Unfruchtbarkeit bestätigt werden.

Eine Rückoperation (Vasovasostomie oder Vasoepididymektomie) ist möglich, wobei die Durchgängigkeitsrate bei ca. 70–75 % und die Schwangerschaftsrate bei ca. 20–25 % liegt. Die Vasektomie sollte aber  grundsätzlich von einer endgültigen Entscheidung hinsichtlich  Familienplanung getragen sein. Die recht hohen Kosten für eine Rückoperation übernehmen die Krankenkassen in Deutschland und Österreich nicht.

Bei dieser Operation wird zuerst lokales Betäubungsmittel entlang der beiden Samenstränge eingespritzt, um die Haut und das Operationsgebiet schmerzunempfindlich zu machen. Mit einer Dissektionsklemme wird die Hodenhaut entlang der Hautfasern gespreizt, um eine möglichst blutungsarme Operation zu ermöglichen. Durch diese Technik kann auf einen Hautschnitt verzichtet werden und es wird damit eine Verletzung der unter der Haut liegenden Blutgefäße vermieden. In weiterer Folge wird der Samenleiter mit einer Klemme soweit freipräpariert, dass er mit einem Spezialinstrument gefasst werden kann. Es wird dann ein repräsentatives Stück des Samenleiters herausgeschnitten. Die beiden Samenleiterenden werden mit einem Elektrokauter verkocht, so dass das Gefäß nicht mehr durchgängig ist.

Es erfolgt noch zusätzlich eine Unterbindung der Samenleiter mit Fadenmaterial. Die beiden Samenleiterenden werden so in das Hodenfach zurückverlagert, dass noch eine Bindegewebsschicht zwischen den beiden Enden liegt. Mit 99,9%iger Sicherheit kann man davon ausgehen, dass es zu keiner Rekanalisierung kommt (Wiederzusammenwachsen der Samenleiter). Die Operationszeit selbst beträgt ca. 20 min. Um den Erfolg zu dokumentieren, sind in weiterer Folge zwei Samenproben notwendig, die jeweils keine Samenfäden mehr aufweisen dürfen. Diese Proben erfolgen in der 6. und 12. Woche, bzw. solange,  bis keine weiteren Samenzellen mehr nachweisbar sind. Somit ist der Zeitpunkt der endgültigen Unfruchtbarkeit im Minimum 3 Monate nach dem Eingriff erreicht. In seltenen Ausnahmefällen kann es auch ein ½ bis ein ¾ Jahr dauern, bis die endgültige Unfruchtbarkeit bestätigt werden kann.

Wie bei jedem operativen Eingriff kann es auch bei der Vasektomie zu Einblutungen und Wundinfektionen als Operationsfolge kommen. Diese sind selten, in der Regel harmlos und nur von kurzer Dauer. Sie sind allerdings aufgefordert, sich bei Beschwerden unverzüglich in ärztliche Behandlung zu begeben. Die früher veröffentlichte Behauptung, dass durch die Vasektomie Prostatakarzinome (Prostatakrebs) begünstigt werden kann, sind durch Studien und sorgfältige Analysen widerlegt worden. Man muss allerdings darauf hinweisen, dass das Prostatakarzinom das häufigste Krebsleiden des Mannes ist und wir deshalb ab dem 45. Lebensjahr eine jährliche urologische Kontrolluntersuchung empfehlen.

Erektionsstörungen und Impotenz werden  durch die Vasektomie weder gefördert noch ausgelöst. Die Produktion der männlichen Sexualhormone wird durch die Vasektomie nicht beeinflusst, da das Testosteron über den Blutweg transportiert wird.

Robotische Operationen (Da Vinci®) und Laser-Operationen

 

Minimal-invasive Operationstechniken sind in der Urologie etabliert und bei zahlreichen Eingriffen die Methode der Wahl. Neben sehr guten funktionellen und onkologischen Ergebnissen ist der Blutverlust niedrig. Außerdem sind der Schmerzmittelbedarf reduziert und der Krankenhausaufenthalt im Vergleich zu offenen Therapieverfahren kürzer.

Prof. Herrmann hat mehr als 1500 minimal-invasive Eingriffe (Laser- und Da Vinci-OPs) durchgeführt und leitete bis 2020 als Chefarzt das Zentrum für minimal-invasive und robotische Chirurgie am Prosper-Hospital in Recklinghausen. Seit dem 01.04.2020 bietet er seine Expertise unabhängig vom Versicherungsstatus am größten europäischen Da Vinci-Roboterzentrum in Gronau (Centrum for Robotic Medicine (CRMG) www.crm-gronau.de) an.
 

Das derzeit modernste Operationssystem für die Behandlung des Prostatakarzinoms ist der sog. Da Vinci®-Roboter. Die Bewegungen der Roboterarme werden unter 3-D-Sicht durch den Operateur gesteuert und durch das System intuitiv und präzise ausgeführt. Somit sind unter visueller Vergrößerung der Erhalt des Gefäß-/Nervenbündels (welches sehr wichtig für den Erhalt der sexuellen Funktion ist) möglich. Auch andere wichtige Strukturen (Schließmuskel) können mit dem Da-Vinci®-Roboter visualisiert und geschont werden. Neben der Entfernung der Prostata setzt Prof. Herrmann den Da Vinci®-Roboter auch für die Resektion von Nierentumoren ein ohne die Niere komplett entfernen zu müssen. Auch bei Nierenbeckenabgangsengen hat sich die Nutzung des Da Vinci®-Roboters bewährt.
 

Bei der symptomatischen gutartigen Prostatavergrößerung muss keine komplette Entfernung der Prostata erfolgen. Stattdessen kann eine Laserenukletion der Prostata durch die Harnröhre durchgeführt werden. Dieses Verfahren eignet sich besonders für große Drüsen oder für Patienten mit imperativ notwendiger Blutverdünnung. Prof. Herrmann nutzt für diesen Eingriff einen Thulium-Laser der neuesten Generation (Vela XL, Boston Scientific).

Nicht jede Erkrankung bedarf einer operativen Therapie. Daher sollte vor Durchführung des Eingriffs die Indikation eindeutig sein. Wenden Sie sich gerne an uns – wir werden Sie ausführlich über den jeweiligen Eingriff aufklären.

Rekonstruktive Vorhautoperationen

 

Die Vorhautverengung tritt aus unterschiedlichen Gründen auf, z. B. mechanische Belastung oder Entzündung. Oft ist auch kein Grund für die Entstehung zu finden oder es liegt eine angeborene Vorhautverengung bei Ihrem Kind vor. In der Regel ist ein Zurückschieben der Vorhaut über die Eichel nicht mehr möglich. Bei einer unvollständigen Vorhautverengung ist zumindest ein Zurückstreifen der Vorhaut im erschlafften Zustand möglich. Bei Erektionen kann es jedoch zu deutlichen Schmerzen kommen.

Oftmals sind konservative Therapieversuche wie die Nutzung einer Kortisonhaltigen Salbe nicht erfolgversprechend. In diesen Fällen muss eine Beschneidung erfolgen. Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten.
 

Low-loose-Technik:

bei dieser Technik wird das äußere Vorhautblatt nur sparsam beschnitten, während das innere Vorhautblatt knapp unter der Kranzfurche eingeschnitten wird. Nach der OP bedeckt die verbliebene Vorhaut teilweise die Eichel.

Low-tight-Technik:

bei dieser Technik wird die äußere Vorhaut radikal entfernt und das innere Vorhautblatt knapp unter der Kranzfurche eingeschnitten. Die Eichel liegt anschließend frei.

High-loose-Technik:

bei dieser Technik werden sowohl das äußere, als auch das innere Vorhautblatt plastisch beschnitten. Es ist die Minimal-Variante der Zirkumzision und nur für ausgewählte Patienten indiziert.
 

Dr. Ali Haghgu ist ein überregional anerkannter Spezialist für Beschneidungen und Beschneidungskorrekturen.  Aus ganz Deutschland kommen Patienten zu ihm, um sich über eine Beschneidung zu informieren bzw. eine plastische Korrektur ihrer auswärts durchgeführten Beschneidungsoperation durchführen zu lassen. Der Eingriff kann sowohl unter lokaler Betäubung, als auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Gerne berät Dr. Haghgu Sie, welche Form der Beschneidung für Sie oder Ihr Kind optimal ist. Im Falle einer Korrektur ist eine individuelle Planung notwendig. Es werden medizinische und (wenn gewünscht) religiöse Faktoren für die Entscheidungsfindung erörtert, um für Sie eine optimale Lösung zu finden.